Inhalt
| Name | Gedenkstätte Bullenhuser Damm |
| Eröffnung | 1980 |
| Schwerpunkt | NS-Verbrechen |
| Stadtteil | Rothenburgsort |
| Eintritt | kostenfrei |
| Parkplätze | Ja |
| Barrierefrei | teilweise |
Die Gedenkstätte ist eng mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme verbunden, da die hier ermordeten Kinder ursprünglich im Konzentrationslager Neuengamme inhaftiert waren. Dort führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tuberkulose-Experimente an Häftlingen durch. Im November 1944 ließ er dafür gezielt zehn Jungen und zehn Mädchen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren aus dem Konzentrationslager Auschwitz nach Neuengamme bringen.
In Isolation gefangen, wurden sie mit dem Erreger infiziert und anschließend medizinisch missbraucht. Zwei französische Häftlingsärzte und zwei niederländische Häftlingspfleger waren Teil dieser Experimente und für die Kinder zuständig.
Als der Krieg wenige Tage vor seinem Ende stand, galt es, diese schrecklichen Verbrechen zu vertuschen. Somit fiel der Entschluss, die Menschen in das Schulgebäude am Bullenhuser Damm zu bringen, wo sie dann an der Nacht vom 20. April 1945 von SS-Männern getötet wurden - ebenso wie 24 weitere sowjetische Häftlinge.
Um den Opfern eine Art Stimme zu geben und die distanzierte Anonymität zu nehmen, hängen großformatige Porträts der Kinder in den ehemaligen Klassenräumen. Zudem werden die Lebensgeschichten einzeln vorgestellt: Herkunft, Familie, Deportationsweg, Tod.
Besonders eindrucksvoll ist der Übergang vom helleren Ausstellungsbereich in die Kellerräume, in denen die Verbrechen stattfanden. Anhand von Texte, Fotos und Originaldokumenten kannst du dort mehr erfahren - auch über die Verantwortlichen.
Nach dem Gang durch die Innenräume kannst du in den Rosengarten gehen. Dort bekommst du die Möglichkeit, das Gesehen sacken zu lassen, aber auch deinen Respekt zu zeigen, indem du Rosen pflanzt.
Tipp: Die Ausstellung „Zeitspuren“ und die weiteren Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme kannst du auch online in der Mediathek digital abrufen.
Der Eintritt ist frei!
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